Tiergestützte Aktivitäten/Tiergestütze Therapie

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Zu meinen tiergestützten Aktivitäten begleitet mich in der Regel mein Hund "Matou". Er ist ein sehr ruhiger, behutsamer und liebevoller Golden Retriever-Mix. Matou hat eine Ausbildung zum Therapiebelgeithund absolviert. Er unterstützt mich in meinem Tun in vielerlei Hinsicht.

Matou im Einsatz

"Matou" liebt Menschen, ob groß, ob klein, ob gesund oder krank, ob jung oder alt.

 

Im linken Bild nähert er sich auf mein Zeichen hin einem Menschen im Rollstuhl. Im nächsten Schritt wird er sich streicheln lassen und gerne wird er von Menschen mit Handicap beim Gassi begleitet.

Matou hat gelernt behutsam in Betten zu klettern. Dort spendet er Trost und bietet auch Menschen, die ihr Bett nicht mehr verlassen können, die Möglichkeit sein Fell zu berühren und zu kuscheln.

 

 

Matou liebt Kinder. Am wohlsten fühlt er sich in einer 1:1 Situation. Ich setze ihn sehr häufig bei Kindern ein, die im Umgang mit dem Hund unsicher sind. Matou ist dafür bestens geeignet. Er ist sehr schlank und leicht und wirkt dabei fast etwas zerbrechlich. Außerdem zeigt er selbst neben großen Fahrzeugen Respekt. Eine wunderbare Gelegenheit den Kindern zu zeigen, dass auch Hunde Lebewesen mit Gefühlen sind und dass man nicht perfekt sein muss. Matou lässt sich hervorragend führen, spielt gerne, er hat ein paar Tricks auf Lager und außerdem will er am liebsten kuscheln. 

Der Umgang mit dem Hund wird immer mehr zum Thema, so auch im Lehrplan der dritten Klassen. Wir finden das sehr sinnvoll, denn viele Beisvorfälle könnten vermieden werden, wenn man nur wüsste, wie man dem Hund "richtig" begegnet. Wir sind in Kindergärten und Schulen, überall da, wo Kinder zusammen kommen.  


Die Zusammenarbeit mit der AG Mantrailing und Therapiehundezentrum Kronach rundet unser Angbeot ab und sichert durch die Möglichkeit des ständigen Feedbacks und ihrer Fortbilungsverantaltungen die Qualität unseres Angebots.

Gustav - ein Therapieschaf?

Gustav ist ein Kamerun/BlackBelly-Mix Schaf, das am 13.02.2020 geboren wurde. Gustav wurde von der Mutter nicht angenommen. Das ist auch kein Wunder: Gustav ist viel klein und zu leicht (1,6kg) geboren, außerdem konnte er nicht sehen oder stehen. Gustav ist medizinisch betrachtet eine Frühgeburt.Ich habe ihn morgens völlig unterkühlt und ausgezehrt auf der Schafsweide gefunden. Meine Familie und ich, wir haben uns relativ schnell dazu entschieden Gustav als Pflegelamm zu uns zu nehmen.

Unser Nachbar konnte uns mit Biestmilch weiterhelfen. Gustav war schon sehr schwach. Keiner wusste, ob er das lebenswichtige Elixier rechtzeitig und in ausreichender Menge bekommen hatte. Nun hieß es abwarten und bangen. Gustav hatte es in den ersten Tagen sehr schwer. Er fror, auch mit Mäntelchen und 33Grad Fußbodenheizung ständig. Wir haben ihn immer getragen, seine Augen geschützt, geholfen seinen Darm zu entleeren, Wir mussten am 5. Tag zum Tierarzt. Gustav hatte Fieber bekommen und seine (über-)belastete Verdauung bereitete ihm starke Schmerzen/Koliken. Wir waren durchgehend bei ihm: Wir haben ihn gewärmt, seinen Bauch massiert, wie ein Baby im Fliegergriff getragen. Wir haben diesen rabenschwarzen Tag überstanden!   

Während Gustav um sein Leben kämpfte, gebar seine Mutter einen Zwilling. 5 Tage nach Gustav! Der Bruder ist im Vergleich zu Gustav wirklich groß und wirkt sehr robust. Sie umsorgt ihn rührend.

Im Bild unten steht Gustavs Zwilling links von ihm.

Gustav kann aktuell noch kein artgerechtes Leben führen, weil er das nicht überleben würde. Dennoch nehme ich ihn jeden Tag mit auf die Schafsweide, um ihm zu zeigen, wie man sich als Schaf verhält.

Da Gustav alle drei Stunden trinkt, begleitet er mich überall. Er war schon im Kindergarten, im Altenheim, in der Fachschule für Erzieher und natürlich in der Hundeschule.

 

Hier belgeitet Gustav meinen Lennard beim Hausaufgaben machen

 

Mittlerweile ist Gustav ca. drei Wochen bei uns. Er nimmt gut an Gewicht zu. Seine Verdauung hat sich reguliert. Seine Sehkraft hat auch deutlich zugenommen. Seit gestern interessiert er sich für Heu. Sobald das Wetter etwas besser wird, darf Gustav auch länger zu seiner Familie und schafische Verhaltensweisen üben. 

 

Update: Gustav ist nun schon 5 Wochen hier. Er wiegt aktuell 5kg. Er entwicklet sich prächtig. Sogar seine Augen haben sich erholt: Gustav kann sehen! Es gestaltet sich schwierig, ihn in die Schafsherde zu integrieren. Gustav denkt, er sei ein Mensch oder ein Hund. Schafe interessieren ihn leider (noch) nicht. Wir bleiben darn - auch das werden wir noch schaffen!